Gesund leben

Schlafen Sie gut!

Erlebt hat das wohl jeder schon mal: Ein beunruhigender Gedanke beim Zähneputzen. Der Schlaf, der nicht eintreten will. Die Angst vor einer zermürbenden Nacht. Der zermarterte Tag danach. Und abends grüßt ironischerweise das Murmeltier: Das grausame Spiel geht wieder von vorne los.

Für immer mehr Menschen ist „Schlaf gut!“ ein frommer Wunsch: Laut DAK-Gesundheitsreport 2017 schlafen 80 Prozent der Erwerbstätigen in Deutschland schlecht – ein Plus von 66 Prozent seit 2010. Jeder Zehnte leidet an Insomnie, einer besonders schweren Form der Schlafstörung. Und die Zahl derjenigen, die zu Schlafmitteln greifen, hat sich in den vergangenen sieben Jahren nahezu verdoppelt.

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Schlafentzug macht alt, dick und krank

In Wake up! warnt der Neurobiologe Peter Spork vor den Folgen chronischen Schlafmangels: Wir altern schneller, werden anfälliger für Übergewicht, Herzinfarkte, Suchtverhalten, Depressionen, Diabetes und Krebs. Die Gründe: Wir haben verlernt, auf unsere biologische Uhr zu hören. Künstliches Licht, das Starren auf Bildschirme bis spät in die Nacht, unnötige Schichtarbeit und die noch unsinnigere Umstellung auf die Sommerzeit tragen allesamt zur Misere bei. Die gute Nachricht: Einfache Verhaltensänderungen, politische Weichenstellungen und flexiblere Schul- und Arbeitszeiten können etwas daran ändern.

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Schlafmuffel sind Lügner

Smartphone, Tablet, TV & Co. sollten eine Stunde vorm Zubettgehen und im Schlafzimmer tabu sein, rät Richard Wiseman in Superschlaf. Hilfreich ist außerdem regelmäßiger Sport an der frischen Luft und bei Sonnenlicht – idealerweise fünf Stunden vor dem Schlafengehen. Bei wiederholten Einschlafproblemen können Sie versuchen, eine Stunde lang ohne Ablenkungen jeglicher Art wach zu bleiben. Es ist erstaunlich, wie schwierig das ist. Wiseman entzaubert dankenswerterweise auch das Märchen vom hellwachen Leistungsträger, der Schlafen für pure Zeitverschwendung hält: Erwachsene brauchen in der Regel sieben bis acht Stunden Schlaf. Punkt. Jeder, der etwas anderes behauptet, ist entweder ein Lügner, Träger eines extrem seltenen Gens oder Opfer chronischer Schlafstörungen.

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Raus aus dem Teufelskreis

Umgekehrt führt Schlafmangel nicht automatisch zu abnehmender Leistungsfähigkeit, betont der Schlafforscher Gregg D. Jacobs in Schlafen Sie besser! Diese Erkenntnis ist für eine entspannte Bettruhe entscheidend. Nicht selten ist es nämlich eine diffuse Versagensangst, die uns den Schlaf raubt und das Murmeltier grüßen lässt. Jacobs schlägt vor, negative Gedanken über den Schlaf in positive umzuprogrammieren: Verlassen Sie lieber nach einer halben Stunde Wachliegen Ihr Schlafzimmer und überzeugen Sie sich davon, dass Sie gelegentlich auch mit weniger Schlaf auskommen.

Denn darin sind sich alle Experten einig: Entscheidend ist nicht, wann und wie lange Sie schlafen, sondern wie erholt Sie danach aufwachen. Und falls Sie diese Zeilen vor dem Zubettgehen lesen, schalten Sie am besten jetzt Ihr Lieblingsgerät aus und wenden sich Ihrer Lieblingsperson zu. Wir von getAbstract wünschen Ihnen mit den Worten eines bekannten Nachrichtensprechers: eine geruhsame Nacht.

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