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YouTube-Marketing: Mit Videos online Marketing Erfolge feiern

Performance Marketing vs. Branding: Warum sich Marken lohnen!

Warum campieren Menschen vor Geschäften, wenn das neue iPhone auf den Markt kommt, anstatt eine Woche später einfach in den Laden zu gehen? Der Grund ist die Marke. Die Marke ist der zusätzliche Klebstoff, der aus interessierten Nutzern echte Fans macht.

In Zeiten in denen das (Online)-Marketing immer daten- & performancegetriebener wird, gerät der Markenaufbau schnell in den Hintergrund. Daten und effektive Kampagnen-Optimierung sind das neue Gold. Dass Unternehmen auf Performance-Marketing setzen, ist verständlich – schließlich geben messbare Erfolge Sicherheit.

Aber was passiert, wenn alle nur auf Performance setzen? Die E-Commerce-Branche boomt, Onlineshops schießen wie Pilze aus dem Boden, der Verbraucher hat weltweit eine riesige Auswahl an Waren und Dienstleistungen, die nur einen Klick entfernt sind. Das macht Angebote immer austauschbarer und genau hier kommt die Marke ins Spiel!

Wozu ist eine Marke gut?

Eine Marke gibt einem Produkt oder Unternehmen ein klares Profil, macht es markant und einzigartig – der beste Weg, um aus der Masse herauszustechen. Die Marke ist das Gesicht eines Unternehmens, macht es erlebbar und verleiht ihm Persönlichkeit. Wenn sie sich etabliert hat, ist die Marke etwas Vertrautes. Es ist menschlich, auf Vertrautes zu setzen: In der Regel mögen wir, was wir kennen – und wir kaufen, was wir mögen.

Videos stärken die Kundenbindung

Ein essenzieller Bestandteil einer Marke ist die Kundenbindung. Wenn aus Kunden begeisterte Markenbotschafter werden, stimmt die Kundenerfahrung, auch Customer Experience (CX) genannt, an jedem Berührungspunkt mit der Marke. In der digitalen Welt gibt es etliche sogenannte Touchpoints, an denen Kunden mit der Marke in Berührung kommen – von Werbeanzeigen über den Bestellvorgang bis hin zur Nutzererfahrung mit dem Produkt und dem Kundenservice. Sogar das Paket, in dem das Produkt verschickt wird, ist ein Touchpoint: Lässt es sich einfach öffnen? Liegt der Lieferung vielleicht ein kleines Geschenk oder ein netter Spruch bei?

An vielen Touchpoints können Videos das digitale Kundenerlebnis positiv beeinflussen. Beim Einsatz sind nahezu keine Grenzen gesetzt: Von Werbespots über Produktvideos bis hin zu How-to-Videos, die als Bedienungsanleitung dienen, ist alles möglich.

Einsatzmöglichkeiten für Videos in der digitalen Customer Journey

Die Customer Journey ist der Weg des Kunden vom ersten Interesse über den Produktvergleich sowie die -recherche bis hin zur Kaufentscheidung und, im Idealfall, der Markentreue. Die Video-Marketing-Strategie sollte so aufgebaut sein, dass die Marke an jedem Punkt der Customer Journey für den Nutzer sichtbar und erlebbar ist. Dies sind die wichtigsten Stationen:

  • Aufmerksamkeit schaffen und Interesse aufbauen: Hier lernt die Zielgruppe etwas Neues und gleichzeitig die Produkte kennen. Geeignete Videoformate dafür sind zum Beispiel Erklärvideos, Webinare und unterhaltsame Inhalte, die sich in den sozialen Medien verbreiten.
  • Vertrauen und Sicherheit geben: Hier hat das Unternehmen die Möglichkeit zu zeigen, welche Vorteile die Produkte dem Nutzer bringen und warum sie eine gute Wahl sind. Die Kommunikation sollte dabei nicht produkt- sondern lösungsorientiert sein – dabei hilft es, sich diese Fragen zu stellen: Welche Lösung habe ich für das Problem des Kunden? Wie sieht die Welt des Kunden aus, wenn er mein Produkt nutzt? Für diese Customer-Journey-Phase eignen sich zum Beispiel Produktvideos, Kunden-Testimonials, Video-Fallstudien und Videos zu den Einsatzmöglichkeiten des Produkts.
  • Zum Kauf einladen: Kurz vor dem Kauf gilt es, letzte Kaufhürden und Bedenken abzubauen und dem Kunden einen kleinen Schubs zu geben. Dabei helfen beispielsweise Videos, die häufig gestellte Fragen beantworten und Video-Bedienungsanleitungen.
  • Den Kunden binden: Nach dem Kauf sollte der Kunde in seiner Entscheidung bestätigt werden und eine emotionale Bindung zur Marke aufbauen. Dabei ist das Produkt selbst natürlich entscheidend, aber auch unterhaltsame Videokampagnen oder Clips von Kunden, die bereits Markenbotschafter sind, unterstützen diesen Prozess.

Checkbox: die fünf häufigsten Fehler bei der Nutzung von Videos

  1. Die Videos sind nicht auf die Zielgruppe zugeschnitten: Die Frage, ob (potenzielle) Kunden einen Nutzen aus den Inhalten ziehen, sollte immer im Vordergrund stehen.
  2. Es gibt keine klare Strategie: Zielloses Veröffentlichen von Inhalten bringt maximal Zufallstreffer – der Erfolg kommt mit einer Strategie, die schriftlich festgehalten werden sollte.
  3. Die Kommunikation in den Videos ist produktorientiert: Den Nutzer interessiert es nicht, wie toll die Marke oder das Produkt ist – er möchte wissen, was es ihm bringt und wie es seine Welt zum Positiven verändert (siehe Abb. 3).
  4. Die Videos sind nicht auffindbar: Tolle Inhalte nutzen nichts, wenn sie niemand findet. Eine nachhaltige Suchmaschinenoptimierung und cleveres Seeding bringen Reichweite.
  5. Es fehlt eine Handlungsaufforderung: Der Call to Action (CTA) funktioniert nach wie vor sehr gut. Er kann sowohl im Video auf der Tonspur als auch im sogenannten End Screen bei YouTube eingesetzt werden.

Einfach machen: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt

Aus der Masse herauszustechen, ist nicht einfach – erst recht nicht im digitalen Wettbewerb, der weltweit ausgefochten wird. Der beste Weg ist, mit Persönlichkeit und Emotionen zu überzeugen. Für kleine und mittlere Unternehmen erscheint es oft schwierig, die Ressourcen aufzubringen, um Videos in den Marketingmix einzubauen. Das muss jedoch nicht im großen Stil passieren: Es reicht zunächst, klein anzufangen. Vielleicht ist es zum Start das einfache Produktvideo im Newsletter oder ein Begrüßungsvideo auf der Homepage.

Häufig schlummern auch in Mitarbeitern ungeahnte Talente, die es zu entdecken gilt: Vielleicht gibt es einen begabten Videoproduzenten im Haus? Und wenn nicht: Übung macht den Meister und Kreativität macht vieles wett. Wenn Routine in die Sache kommt und sich die ersten Erfolge einstellen, kann das Video-Marketing Schritt für Schritt ausgebaut werden. Nur wer es probiert, hat eine Chance auf Erfolg.

Fazit

Emotionen sind der Schlüssel zu einer starken Marke – und Videos sind das beste Medium, um Emotionen auch digital zu transportieren. Videos schaffen alles, was eine Marke braucht: Persönlichkeit, Begeisterung, Kaufbereitschaft und Kundenbindung. Markenbildung mit Video-Marketing ist die perfekte Ergänzung zum Performance-Marketing und unverzichtbar im Marketingmix.

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Christian Tembrink

Christian Tembrink ist ein begeisterter Internetverbesserer, erfahrener Digital-Marketer sowie Gründer und Geschäftsführer der Kölner Online-Marketing-Agentur netspirits, die 2017 ihr zehnjähriges Bestehen feiert. Wenn er nicht gerade die Marketing-Strategien seiner Kunden optimiert, tritt er als Speaker auf zahlreichen renommierten Konferenzen der Branche auf.

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